Santiagüito
 
Frauenverein Santiagüito/Projekt „Ixoqui Ye Samej“
 
Der Verein "Santiagüito" wurde 1996 von Frauen des Dorfes Santiago Zamora gegründet. Das Dorf liegt ca. eine halbe Autostunde von Antigua entfernt. 
Ziel der Frauen ist es, gemeinsam zu arbeiten und durch den Verkauf ihrer 
traditionellen Webarbeiten - ohne Zwischenhändler - ihre Lebensbedingungen 
zu verbessern. Die Frauen wurden zwei Jahre von der Regierung unterstützt, 
erhielten Unterricht in Spanisch und eigneten sich Grundlagenwissen über 
Vereinsarbeit an. Dies war eine große Hilfe, doch aufgrund der fehlenden 
Infrastruktur konnten die Frauen ihre Einkünfte nicht wesentlich erhöhen. 

2001 baten die Frauen im ehemaligen Büro von „Mariposa e.V.“ darum, ihre Textilien dort im Büro verkaufen zu können. Gemeinsam entstand daraus jedoch eine ganz andere Idee: Anstatt die Handarbeiten nach Antigua zu bringen, könnten TouristInnen nach Santiago Zamora kommen.

So entstand das Projekt „Ixoqui Ye Samej“ (arbeitende Frauen): Vom Büro in Antigua aus wurden Freiwillige geworben, die die Touren zusammen mit den Frauen organisierten und auch als ÜbersetzerInnen (Spanisch-Englisch) tätig waren. Auf diesen Touren konnten die Frauen ihre Kultur und Lebensweise präsentieren. Sie zeigten wie man im ländlichen Guatemala lebt, wie sie weben und Bastmatten flechten, ihre traditionellen Bräuche pflegen und typische Gerichte zubereiten. Auch erfuhren die BesucherInnen von den alltäglichen Problemen der Familien und der Gemeinde. Die Touren endeten jeweils mit einem Gang durch das Dorf und dessen näherer Umgebung. Danach konnten TouristInnen noch Handarbeiten kaufen, waren dazu jedoch nicht verpflichtet. 

Von Beginn an waren die Touren sehr erfolgreich. Der Erlös kommt den Familien zugute. Vielen Kindern wurde dadurch der Schulbesuch ermöglicht. Bis heute finden Touren statt, allerdings hängt die Durchführung diese Touren immer noch davon ab, ob es engagierte Freiwillige gibt, die den Frauen in der Organisation und vor allem bei der Übersetzung helfen.

Für die Frauen ist es ein großes Problem, sich nicht mit den TouristInnen verständigen zu können. Aus diesem Grund werden Freiwillige gesucht, die den Frauen auch Englisch lehren. Ziel ist es, eine einfache Unterhaltung mit den TouristInnenen führen zu können, so dass die Frauen von Projekt „Ixoqui Ye Samej“ ihre Touren irgendwann auch selbst organisieren können. 

Mariposa e.V. vermittelt Freiwillige nach Santiago Zamora, sammelt aber keine Geldspenden.
 

November 2013:
Es wird aktuell wieder ein/e Freiwillige/r gesucht, der/die für 
ca. 1 Jahr bleiben kann und die Frauen bei der Organisation der Touren hilft. Bei Interesse melden Sie sich bitte per Email unter: info@mariposa-ev.de 

mailto:info@mariposa-ev.deshapeimage_2_link_0